< Zurück zur Übersicht
03.05.2022

Perfektionismus – wie Du Leistungsdruck loslassen kannst

Insbesondere die Leistungsträger in einem Unternehmen stellen hohe Ansprüche an die eigene Arbeit. Diese Leistung ist es schlussendlich, durch die sie es nach oben geschafft haben. Es gibt einen schmalen Grat zwischen einem gesunden Perfektionismus und einem Leistungsstreben, das krank macht. In die Perfektionismus-Falle gelangen Führungskräfte dann, wenn sie nicht an ihren Aufgaben, sondern an dem Anspruch scheitern, den sie an sich selbst stellen. Wie Du einen überstrapazierten Perfektionismus ablegst und lernst, auch für weniger Leistung Lob und Anerkennung zu bekommen, haben wir Dir im nachfolgenden Beitrag zusammengefasst.

Wann Perfektionismus sich negativ auf Dich und Deine Arbeit auswirkt

Grundsätzlich ist Perfektionismus eine positive Eigenschaft. Es ist ein Ausdruck dafür, dass Du Dich nicht mit dem Mittelmaß zufriedengibst, sondern nach sehr guten Arbeitsergebnissen strebst, Deine Potenziale wahrnimmst und Deine Fähigkeiten weiterentwickelst. Dieses Bestreben kann sich allerdings in eine Schwäche verwandeln. Du hast Angst, Fehler zu machen, kannst keine Arbeit liegen lassen und erledigst Aufträge lieber selbst, bevor jemand anderes etwas falsch macht? Dann verursacht diese Haltung Dir Stress auf Kosten Deiner Gesundheit. Auch die Produktivität und die Effizienz Deiner Arbeit leiden erheblich unter einem ungesunden Perfektionismus. Statt der angestrebten Qualität erreichst Du durch die permanente Überforderung nur noch das Mittelmaß und damit statt Lob nur noch Kritik. Die Perfektionismus-Falle hat zugeschnappt.

Diesen Tipps helfen Dir, Leistungsdruck dauerhaft loszulassen

Mit übertriebenem Perfektionismus stellt sich zunehmend ein Kontrollverlust über die eigenen Aufgaben ein. Mit den nachfolgenden 7 Tipps gelingt es Dir, einen Weg aus dieser Perfektionismus-Falle zu finden.

  1. Klare Ziele setzen
    Was ist Dir bei einer Aufgabe wichtig und welches Ziel soll erreicht werden? Nicht jede Aufgabe verlangt höchste Qualität. Setze Dir bei jedem anstehenden Arbeitsauftrag ein zentrales Ziel, das erreicht werden muss. Dadurch schaffst Du einen Rahmen für Deine Aufgaben.
  2. Deadlines setzen
    Perfektionisten haben oftmals das Problem, dass sie durch das Streben nach kompromissloser Qualität die Zeit aus den Augen verlieren. Dadurch bleiben viele Aufgaben liegen, die längst hätten erledigt sein können. Indem Du Dir einen klaren Zeitrahmen für Deine Aufgaben setzt, zwingst Du Dich selbst, Dich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
  3. Struktur schaffen
    Es gibt Aufgaben, die müssen zwingend von Dir selbst erledigt werden und andere, die auch Deine Mitarbeiter problemlos übernehmen können. Sortiere Deinen Schreibtisch, delegiere das, was auch andere erledigen können und schaffe Dir eine Struktur in Deinem Arbeitstag. Dadurch behältst Du die Übersicht darüber, was zwingend fertiggestellt werden muss und wie viel Zeit Dir für die einzelnen Aufgaben bleibt.
  4. Keep it short and simple
    Führungskräfte neigen dazu, sich in komplexen Strukturen zu verlieren und Dinge komplizierter zu machen, als sie eigentlich sind. Indem Du jede Aufgabe nach dem KISS-Prinzip angehst, sparst Du Zeit und Energie.
  5. Die Stärken der Anderen akzeptieren
    In einem gut aufgestellten Team ist jedes Mitglied ein Leistungsträger. Du bist perfekt in Deinem Kerngebiet – darin, Dein Team zu leiten, Aufgaben an den richtigen Stellen zu verteilen und den Überblick zu behalten. Statt selbst überall perfekt zu sein, nutze und akzeptiere die Stärken der anderen.

Gerne geben wir Dir im Rahmen von individuellen Coachings Hilfestellungen dabei, wie Du einen ungesunden Perfektionismus überwinden und damit wieder mit mehr Freude und Effizienz Deinen Arbeitsalltag gestalten kannst.

< Zurück zur Übersicht